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Ablauf des Klassenrates
Vorbereitung der Klassenratstunde
punkt Die Schülerinnen und Schüler tragen während der Woche in Listen Themen ein, die besprochen werden sollen. Oder sie legen ein Klassenbuch an, in das jeder Schüler jederzeit eine Eintragung machen kann, was er beim nächsten Treffen besprechen möchte.
punkt Anhand dieser Listen bereitet die Leitung des Klassenrats die Sitzung vor.

Organisation des Klassenrates

Regelmäßigkeit
Der Klassenrat findet einmal wöchentlich statt zu einer festgelegten Zeit, z.B. montags in der 2. Stunde. Die Regelmäßigkeit der Treffen hat eine präventive und entlastende Wirkung, weil sich die Schüler darauf verlassen können, dass ihre Themen Gehör finden.
Zusätzliche Sitzungen können bei besonderen Anlässen einberufen werden.
Dauer:
Je nach Alter der Schüler 20 bis 45 Minuten
Sitzordnung
Die Schüler sitzen im Kreis zusammen. Mit kleineren Schülern kann man auch in eine Leseecke gehen.
Liste / Klassenbuch
Die Schüler schreiben im Laufe der Woche Themen, Konflikte, Wünsche in das Klassenbuch oder in vorbereitete Klassenratslisten. Lehrer berichten, dass auch Eintragungen während einer normalen Unterrichtsstunde entlastend sind für einen Schüler, da er nun weiß, dass sein Anliegen nicht vergessen wird.
Themenbearbeitung
Die Themen werden in der Klassenratssitzung der Reihe nach bearbeitet.
Es gibt feste Gesprächsregeln.

Leitung des Klassenrates
Hier gibt es unterschiedliche Modelle. Je nach Alter der Schüler wird dies der Lehrer bzw. die Lehrerin
übernehmen oder in wechselndem Rhythmus ein Schüler oder eine Schülerin.

Funktion des Lehrers
Wenn der Lehrer nicht Gruppenleiter ist, so hat er die gleiche Funktion wie jeder andere. Er muss sich zu Wort melden, wenn er einen Vorschlag einbringen möchte. Bei Abstimmungen zählt seine Stimme so viel wie die der anderen. Jedoch hat er ein Vetorecht, wenn Beschlüsse gegen geltendes Recht verstoßen oder pädagogisch bedenklich sind.


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Verlauf der Klassenrat-Sitzungen

Phase 1: Ermutigungsrunde
Die Schülerinnen und Schüler berichten von positiven Erlebnissen in der Woche.
Alternativ: Eine Aufwärmphase, in der die Kinder mitteilen, wie es ihnen gerade geht. Dies kann auch nichtsprachlich geschehen, indem die Kinder z.B. Bildkarten aussuchen, die ihr momentanes Befinden zum Ausdruck bringen.
Phase 2: Ausblick auf die kommende Woche
Die Kinder sind eingestimmt und vorbereitet auf die besonderen Termine wie z.B. Projektarbeiten, Klassenarbeiten, Filmvorführung ...
Phase 3: Problembearbeitung
Die Punkte des Klassenbuches bzw. der Liste werden abgearbeitet.
Meist sind dies zwischenmenschliche Konflikte, die erfahrungsgemäß alle interessieren, so dass die Kinder mitarbeiten oder zumindest aufmerksam sind.
Viele Probleme können schon allein dadurch gelöst werden, dass man die „andere Seite“ sieht.
Kann ein Problem nicht in der Situation durch Reden und Verstehen gelöst werden,
so wird ein Konsens gesucht, der in das Klassenbuch oder auf einer Beschluss-Liste notiert wird. Das Verhalten der betroffenen Parteien kann dann in der nächsten Stunde nochmals thematisiert und der Konsens überprüft werden.
Phase 4: Verteilung von Aufgaben
Kinder möchten einen Beitrag für die Gemeinschaft leisten. Wenn ein Kind genau weiß, dass es für eine Aufgabe verantwortlich ist, übernimmt es diese Aufgabe auch gewissenhaft. Dies stärkt das kindliche Selbstvertrauen und die Identifikation mit der Schule. Das Kind übernimmt den Dienst immer freiwillig. Entweder wechselt die Zuständigkeit in einem bestimmten Rhythmus oder die Aufgabe wird in der Gruppe
neu vergeben.


Interesse am Klassenrat auch für Ihre Schule?
Einfach ausprobieren. Bei Fragen wenden Sie sich gerne an unsere Dozentin Heide Köpfer.


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